Oldenburg – eine europäische Metropolenregion in Deutschland

22. Juli 2010 15:44

Oldenburg ist nach Hannover, Braunschweig und Osnabrück die viertgrößte Stadt des Landes Niedersachsen. Die Einwohnerzahl der Universitätsstadt und ehemalige Hauptstadt überschritt 1945 die Grenze von 100.000 Einwohnern und gilt nun offiziell als Großstadt. Seit dem ist die Zahl der Einwohner auf 160.000 gestiegen und Oldenburg gehört seit April 2005 zur europäischen Metropolenregion Bremen/Oldenburg. Sie ist damit eine der insgesamt elf europäischen Metropolenregionen in Deutschland. Außerdem ist die Stadt für ihre wissenschaftliche Erkenntnisse bekannt, da sie 2007 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur „Stadt der Wissenschaft“ ernannt wurde.

Oldenburg liegt im westlichen Teil von Niedersachsen und ist optimal und leicht zu erreichen und kann ohne Probleme durch eine gute Infrastruktur erkundet werden. Die Innenstadt ist von einem
Autobahnring umgeben. Außerdem verbindet die Bundesstraße 401 Oldenburg mit dem Emsland und die 211, die in die Wesermarsch nach Brake und zum Wesertunnel führt. Neben dem guten Straßennetz kann man die Stadt auch ganz einfach mit der Bahn erreichen. Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Bremen-Oldenburg, an der Bahnstrecke Oldenburg-Leer, an der Bahnstrecke Wilhelmshaven-Oldenburg und an der Bahnstrecke Oldenburg-Osnabrück. An den Fernverkehr ist Oldenburg durch die IC-Linie Oldenburg-Leipzig oder Oldenburg-Cottbus und Oldenburg-Berlin sowie eine ICE-Verbindung nach München angeschlossen. Vor allem mit der Fahrrad lässt sich die Stadt super erkunden. Das Oldenburger Straßennetz ist mit begleitenden Fahrradwegen gut ausgebaut. Weiterhin bietet Oldenburg mitsamt seinem Umland ein Verkehrswegnetz für Fahrräder, welches optimal für Ausflüge geschaffen ist.

Durch archäologische Ausgrabungen konnte ermittelt werden, dass die Stadt Oldenburg im 7. oder 8. Jahrhundert n. Chr. entstanden ist. Im Bereich des heutigen Marktplatzes entstand damals eine bäuerliche Siedlung. Für die Handelsstraße von Bremen oder Westfalen nach Jever entstand nun auch ein leichter Übergang über den angrenzenden Fluss, die Hunte. Erstmalig erwähnt wurde die Stadt 1108 unter dem Namen Aldenburg. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dem kleinen Dorf Aldenburg die Großstadt Oldenburg.

Für Jedermann ein schönes Erlebnis

Das Stadtgebiet Oldenburg verfügt über drei Naturschutzgebiete. Nämlich die Bornhorster Huntewiesen, das Everstenmoor und das Bahndammgelände Krusenbusch. Auf den Bornhorster Huntewiesen ist das Betreten zwar verboten, jedoch sind das Everstenmoor und das Bahndammgelände für Menschen erschlossen und kann über Wanderwege erkundet werden. Sie stellen ein optimales Ausflugsziel für Naturfreunde dar und auf langen Spaziergängen kann die Ruhe genossen werden. Außerdem bietet Oldenburg als Oberzentrum im nordwestlichen Niedersachsen insbesondere in der Innenstadt entsprechende Einkaufsmöglichkeiten. In vier Kinos kann man weiterhin ein paar schöne Stunden verbringen.

Auch kulturelle hat die Stadt Oldenburg einiges zu bieten. Im Oldenburgischen Staatstheater werden viele verschiedene Events veranstaltet. Von der Oper bis zum Pop-Konzert ist für jeden etwas dabei. Neben dem Staatstheater gibt es Oldenburg auch ein paar Museen, die besichtigt werden können. Das Landesmuseum Oldenburg zeigt im Schloss Oldenburg die Dauerausstellung „Kulturgeschichte einer historischen Landschaft“, die Ausstellung „Geschichte des Kunstgewerbes“, Ausstellungen zu einzelnen Aspekten der Kulturgeschichte sowie andere Sonderausstellungen. Das Landesmuseum für Natur und Mensch zeigt Ausstellungen in den Feldern Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde. Weiterhin zeigt das Stadtmuseum Oldenburg die Stadtgeschichte und das Edith-Ruß-Haus zeigt zeitgenössische Medienkunst.

Regelmäßige Veranstaltungen der Stadt laden noch mehr zu einer Reise in die Stadt ein. Alljährlich findet im März eine Blumenschau in der Weser-Ems-Halle statt, die durchschnittlich von 40.000 Menschen besucht wird. Im Juni wird seit 1995 der Christopher Street Day veranstaltet und auf der Oldenburger Promenade findet das Internationale Musikfestival statt. In den Sommerferien kann man mit der ganzen Familie den Oldenburger Kultursommer besuchen, der eine dreiwöchige Veranstaltung darstellt mit Jazz, Rock, Pop, Folklore, Klassik, Pantomime und anderen bildenden und darstellenden Künsten. Weiterhin wird am letzten August-Wochenende das dreitägige Stadtfest Oldenburg, ein Open-Air-Festival gefeiert. Dort gibt es viele Verkaufsstände und Musikbühnen zu entdecken. Wie man merkt, lohnt es sich diese Stadt einmal zu besuchen und ihre vielen Angebote zu nutzen.

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